Routine beim Blackjack – jenseits von Tabellen und Kartenzählen

Wer nur gelegentlich und/oder zum reinen Vergnügen ein paar Hände Blackjack spielt, muss sich keine Gedanken über ein ausreichendes Spielkapital oder seine seelische Verfassung in Flautenzeiten machen. Anders steht es um beginnende, Sem- oder Voll-Profis, für die es entscheidend ist, auf lange Sicht am Blackjacktisch zu profitieren. Hier kommt es darauf an, das vorhandene Blackjack Budget optimal einzusetzen, Reserven für schlechte Zeiten aufzubauen und sich weder von hohen Gewinnen noch von exorbitanten Verlusten irritieren zu lassen.

Bankroll Management für Blackjack

Das Prinzip der Einfachheit: Wer regelmäßig zockt, muss das Table Limit (die Einsatzhöhe) an das Spielkapital anpassen. Ein umgekehrtes Vorgehen könnte fatale Folgen zeitigen.
Faustregel aus dem Profilager: Wenn Sie „ernsthaft“ spielen wollen, das heißt, unter Anwendung aller Tabellen oder sogar mit Kartenzählen (live), brauchen Sie mindestens das 50fache des Minimal-Einsatzes für eine einzelne Hand am gewählten Tisch. Gleichzeitig sollten sich höchstens 20, besser sogar nur 10 Prozent Ihres Spielkapitals auf dem Tisch befinden.

Bankroll-Beispiel: Vegas Strip Single Deck Blackjack auf OnlineCasino.de
Einsätze1,00 bis 50,00 Euro
Buy-in / Sessionmindestens 50 Euro beim Anfangseinsatz von 1,00 Euro pro Hand.
gesamte Bankroll               optimalerweise mindestens 250, besser 1.000 Euro.

 

Wofür das hohe Polster?

Wer darauf hofft, beim Blackjack systematisch Profit zu machen, muss gegen sogenannte „Losing Streaks“ (Verlustserien) gewappnet sein. Das 50fache Tischminimum gibt Ihnen die Sicherheit, eine Reihe von schlechten Händen oder fiesen Rückschlägen zu überdauern und immer noch genug zum Wiederaufbau Ihres Chipstacks parat zu haben. Bekommen Sie erfolgversprechende Karten, zum Beispiel für einen Split plus Double Down, kostet Sie das Ausnutzen dieser Gelegenheit ja ohnehin mindestens das Doppelte des Basiseinsatzes.

Vom Umgang mit Gewinn- und Verlustserien

Wenn es gut läuft, sollten Sie die Einsätze sukzessive erhöhen. Vorsichtige warten damit, bis sie jeweils das 50fache der nächsthöheren Einsatzstufe vor sich liegen haben. Üben Sie sich in positiver Resistenz: Hören Sie in großartigen Gewinnphasen nicht willkürlich mit dem Zocken auf, sondern warten Sie, bis sich das Blatt wendet, zum Beispiel, bis Sie drei Hände hintereinander verlieren. Nehmen Sie dann den verbleibenden Gewinn. Profis, die vom Blackjack leben, cashen regelmäßig einen bestimmten Teil ihres Profits aus, zum Beispiel die Hälfte.

Was tun, wenn das Glück ausbleibt oder Sie verlässt?

Drei verlorene Hände oder schlechte Blätter nacheinander gelten in den Augen professioneller Zocker als untrügliches Zeichen, dass der Tisch „kalt“ ist („cold table“). Es bieten sich zwei Optionen an: Spielen Sie noch ein bisschen weiter, zum Beispiel noch einmal drei Runden, aber reduzieren Sie den Einsatz auf das Tischminimum. Ist das schon ausgereizt, sollten Sie einfach den Tisch verlassen. Ansonsten riskieren Sie, aus Frust oder Wut schlechte Entscheidungen zu treffen – was noch teurer wird.